Betreuungsformen für Kinder von 3 bis 6 Jahren



In Kindergärten können Kinder ab ihrem 3.

Geburtstag bis zum Schuleintritt betreut werden.

Die Regelgruppen stehen auch offen für einige Kinder im Alter unter 3 Jahren, dies jedoch nur unter ganz bestimmten Bedingungen und Voraussetzungen.

Aufgabe des Kindergartens ist es die Erziehung des Kindes in der Familie zu ergänzen und zu unterstützen.

Im Kindergarten macht das Kind grundlegende soziale Erfahrungen, lernt Gemeinschaftssinn und Toleranz im Umgang mit Anderen.

Wichtig ist die intensive Zusammenarbeit mit den Eltern.Für die Entwicklung des Kindes kommt dem Kindergarten auch ein eigenständiger Erziehungs- und Bildungsauftrag zu.

Besonders im letzten Kindergartenjahr werden die Kinderspielerisch auf den Schulanfang vorbereitet.


Hat ein Kind einen Anspruch auf einen Kindergartenplatz?

 

Nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (§ 24 KJHG) muss für jedes Kind ab dem 3. Geburtstag bis zum Schuleintritt ein Kindergartenplatz in angemessener Entfernung von der Wohnung zur Verfügung stehen. Ein Anspruch auf einen bestimmten Kindergartenplatz besteht nicht.


Welche Gruppenformen gibt es?
 
Im Gesetz über Tageseinrichtungen für Kinder werden folgende Gruppenformen aufgeführt:
 
Regelgruppen:
Diese Gruppen bestehen aus 25 Kindern. Die Betreuung erfolgt über 7 Stunden in zwei Blöcken, morgens 5 und nachmittags noch einmal 2 Stunden. Die Mittagszeit verbringen die Kinder zu Hause.
 
Tagesstättengruppen:
Bei dieser Form der Betreuung werden die Kinder durchgehend, in der Regel von 7:00 bis 16:00 Uhr betreut. Mittags wird ihnen ein Mittagessen gereicht und kleinere Kinder haben die Gelegenheit in den Tageseinrichtungen ihren Mittagsschlaf durchzuführen.
 
Gruppen mit Block-Öffnung:
Diese neue Betreuungsform bietet Eltern die Möglichkeit ihre Kinder über Stunden durchgehend betreuen zu lassen. Die Betreuungszeit ist in der Regel von 7:00 bis 14:00 Uhr.

Welche Möglichkeiten gibt es für behinderte Kinder?
 
In sogenannten Integrativen Gruppen können Kinder, die aufgrund von Behinderungen einer zusätzlichen Förderung bedürfen, gemeinsam mit nicht behinderten Kindern betreut werden. Darüber hinaus gibt es andere Betreuungs- und förderungsangebote speziell für behinderte oder von Behinderung bedrohte Kinder. Auskünfte hierüber erteilen die Gesundheitsämter und Jugendämter.

Was ist bei der Anmeldung meines Kindes im Kindergarten zu beachten?
 
Um die Planung der zu benötigten Plätze zu erleichtern, ist es ratsam, sein Kind rechtzeitig anzumelden. Die Anmeldung für Kinder, die im Laufe des Jahres 3 Jahre alt werden, sollte in der Regel im Monat Januar in den einzelnen Kindergärten erfolgen.
Vorher sollte jedoch telefonisch mit der/dem jeweiligen LeiterIn ein Termin für ein Aufnahmegespräch vereinbart werden.

Ist eine ärztliche Untersuchung erforderlich?
 
Um sicherzustellen, dass dem Besuch einer Tageseinrichtung für Kinder keine gesundheitlichen Bedenken entgegenstehen, soll jedes Kind vor der Aufnahme ärztlich untersucht werden. Unter bestimmten Voraussetzungen reichen die kostenlosen Früherkennungsuntersuchungen U 7 und U 8 für die Aufnahme eines Kindes in den Kindergarten aus.


Kleinkinderbetreuung am Arbeitsort und nicht Wohnort


Theoretisch können Kinder sowohl an ihrem Wohnort als auch in einer anderen Kommune, zum Beispiel am Arbeitsort der Eltern betreut werden. Die Betreuung von Kindern außerhalb der eigenen Wohnsitzgemeinde ist jedoch nach Landesrecht unterschiedlich geregelt.

Das Bundesrecht sieht nach § 5 des SGB VIII ein Wahlrecht bei der Entscheidung für eine Einrichtung vor, doch da die Ausführungsbestimmungen den Ländern obliegen und die Kommunen das Angebot bereitstellen, ist es vom Wohnort abhängig, wie dieses Wahlrecht ausgeübt werden kann. Genauere Informationen hierzu kann Ihnen das jeweilige Jugendamt geben.

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